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Ausschüsse, Verbände und Referate

Filed under: Allgemein — Winkelbauer @ 10:13

Ehemaliges domkapitelisches Amtshaus

Filed under: Allgemein — Winkelbauer @ 14:17

 

Denkmalbeschreibung: Hofstraße 2. Ehem. Amtshaus, winkelförmiger, zweigeschossiger Bau mit Satteldächern, Straßengiebel mit gedrehtem Firstknauf, im Kern 1. Hälfte 17. Jh. und 18. Jh.

 

Baugeschichte: 1617 als zu klein und schlecht bezeichnet, im selben Jahr Überschlag des domkapitelischen Maurermeisters Jakob Aschberger zur Reparatur der "Gefänknussen" (1735 ein eigener Gefängnisturm erwähnt.). Der heutige Bau, im Kern aus der 1. Hälfte des 17. Jh., wurde im 18. Jh. mehrfach verändert: So 1738, als anstelle des schlechten Täfers eine weiße Decke eingezogen wurde und vor allem 1792, als eine große Reparatur durch den einheimischen Maurermeister Johann Georg Christa und den Zimmermeister Ulrich Kraus aus Zusamzell erfolgte (Innenausstattung und neuer Dachstuhl). Das nördlich angebaute Zwerchhaus wohl erst aus der 1. Hälfte des 18. Jh. 

Beitrag zu Testzwecken

Aus der Schulgeschichte Zusamaltheim

Filed under: Allgemein — Winkelbauer @ 11:40

Artikel zum Einweihung des neuen Schulhauses: Wertinger Zeitung, Nr. 247 vom 25. Oktober 1963:

Im ältesten Band der Heiligen (=Kirchen-)Rechnung von St. Martin in Zusamaltheim lesen wir bei den Ausgaben für 1580: „So hat man des Schuelmeisters Haus dieses Jahr gebaut, 118 Gulden und 56 Kreuzer!“. Hans Wintzig und Veit Bihler waren damals Kirchenpfleger, der Domherr Gottfried von Stein Lehensherr in Zusamaltheim.

Der Schreiner hat im folgenden Jahr „an des Schuelmeisters Amtshaus verdient einen Gulden und 15 Kreuzer“: 1592 gab es einen neuen Kachelofen für einen Gulden. Auf einer Dienstreise zum Herrn Gottfried nach Dillingen durften der Lehrer und sein Roß zusammen eine Zeche von 34 Kreuzern machen, das war ein guter Maurerlohn für zwei Tage.

Einmalig ist es, dass man in Zusamaltheim nicht vom Mesner spricht, sondern nur vom Schulmeister, der freilich auch Mesnerdienste tat. Ebenso lesen wir nicht vom Mesnerhaus, sondern immer nur vom Amtshaus. Man wußte also in Zusamaltheim schon vor 400 Jahren den Schulmeister und sein Haus nach Gebühr zu ehren.

Es war sicherlich nicht das erste Haus dieser Art. Wenn auch die Auslage von 1579 mit 31 Kreuzern für das „Dachdecken“ auf ein Strohdach schließen lässt, so wurde gewiß schon vorher Schule gehalten, weil die jährlichen Ausgaben für den Lehrer in der Kirchenrechnung mit drei Gulden und vier Metzen Roggen ganz regelmäßig wie von altersher verbucht sind. Die genannte Summe bedeutet kein Gehalt, sondern eine Art Honorar, das die Form einer vertraglichen Bindung darstellt. Wesentlich und grundlegend ist das Heimatrecht, gleich den Handwerksmeistern, freie Wohnung, jedes Gemeinderecht und Gemeindegründe. In Zusamaltheim kam dazu die verbürgte Freiheit von jeder Gemeindelast und –abgabe einschließlich Dienstleistung und Einquartierung. Der Stadel zum Söldenrecht gab die Möglichkeit, freien Grund zu erwerben und zu bebauen. Aus Kirche, Stiftungen und Schulgeldern kam noch eine geregelte summe fester Besoldung, die wir später erwähnen.

Weil der Wind im Jahre 1592 in Kirche und Schulhaus einige Fenster eingedrückt hat, können wir uns leichter in der Nachbarschaft umsehen. Allererst wurde die Sonnenuhr auf dem Kirchturm 1578 mit fast fünf Gulden erneuert. Der Palmesel in der Kirche bekam vom Wagner einen neuen Karren, das heißt Holzräder unter die Füße, er lief also motorisiert. Eine Vorsängerin für Gottesdienste und Umgänge verdiente jährlich einen Gulden. Ihre Leistung mussten später zwei Männer vollbringen. Die Kirchenstühle hat man 1586 verteilt, beim alljährlichen Kerzenmachen gab es für die 15 Helfer eine Morgensuppe im Wert von 24 Kreuzern. Die Fahnenträger bei den Wallfahrten nach „Feihelau“ und zu St. Sebastian nach Affaltern dürfen für zehn Kreuzer Brot essen. Das Storchennest hat man von der Kirche herabgenommen und auf´s Tanzhaus gesetzt. Drei Glocken läuteten vom Turm und zur Osterzeit brauchte die Kirche 1000 kleine Hostien. Für „Kindslehre und Katechismus“ gab es „Paternuster“(Rosenkränze) und gemalte Briefe (Bildchen) als Belohnung. Auch das Aufkirchlein der hl. Felizitas – der Name darf in Zusamaltheim nicht aussterben! – wurde erneuert, bekam jedes Jahr eine Kerze und sammelte fromme Stiftungen, die 200 Jahre später der Schule dienten.

Der Dreißigjährige Krieg hat das Amtshaus so wenig geschont wie seine Bewohner. Pfarrer und Kammerer Johann Bunk, aus Binswangen gebürtig, hat 1662 einen neuen Schulmeister aus Emersacker nach Zusamaltheim gebracht und ihm seine Schwester mit Aussteuer zur Frau gegeben. Seitdem gingen die guten Beziehungen zwischen den beiden Gemeinden segensreich über den Berg.

Im Jahre 1677 kam Georg Rieder aus Biberbach nach Zusamaltheim. Er stammte aus Bozen und war 1658 in Biberbach zugezogen und dort gleich als Schulmeister angenommen worden. Hier lohnte sich die Anziehungskraft und das Vertrauen Zusamaltheims. Im Schulhaus wuchs ein Geschlecht heran, das gleich den Bauern und Söldnern heimatverbunden und ansässig blieb. Petrus Rieder wurde 1680 des Vaters Nachfolger. 30 Jahre später holte sich die Enkelin Elisabeth den Johann Kraus aus Binswangen ins Herz und Haus. Zu früh griff der Tod in die Harmonie: Elisabeth starb 1734, zwei Jahre später innerhalb von fünf Tagen ihr Vater und ihr Mann.

Der junge Johann Kaspar Kraus übernahm mit 20 Jahren die Schule und blieb ledig, um vorerst seinen kleinen Brüder und Schwestern das Brot mitzuverdienen. Im Mai 1738 erlag er der Pest, „ungarische Krankheit“ oder „böse Krankheit“ geheißen. En schöner Nachruf im Totenbuch erinnert an das Ende in der vierten Lehrergeneration.

Doch das Haus der ewigen Jugend darf nicht leerstehen. Schon nach drei Monaten hatte Zusamaltheim wieder einen Lehrer, Ambros Schuler von Burgau, verheiratet mit einer Anna Cräusin, vermutlich einer Schwester des verstorbenen jungen Lehrers Krauss. So wurde es in der Folgezeit fast wie zuvor: Der Vater übergab dem Sohn und dieser mit 72 Jahren dem Enkel. Den Ehrensold für Johannes Schuler hatte St. Felizitas rechtzeitig zurückgelegt. Von ihrem Heiligenvermögen überließ man ihm jährlich 52 Gulden. Von seiner Orgel musste ihn der Tod wegholen. Seit 1816 war Sales Schuler Lehrer in Zusamaltheim. Er starb 1853.

Seinen Großvater hatten die vier Dörfer im Jahre 1744 durch eine Bestallungsurkunde in seinen Forderungen festlegen wollen. Die vier Urkunden wurden gleich so gut verwahrt, dass im Streitfall keine mehr zu finden war und darum murrte man 1836 „nur im Stillen“.

Die Aufklärung hatte inzwischen viel umgestoßen und verändert. Zuerst nahm man St. Felizitas das Schulgeld für 30 Kinder und acht Gulden fürs Holz. Nach 1811 holte die Regierung runde 100 Gulden für die Schulklasse aus der kirchlichen Stiftung und im Jahre 1831 wurden es 350 Gulden. Sales Schuler hatte 1836 neben der freien Wohnung und einigen Feldern insgesamt 722 Gulden aus seinem Dienst. Für einen Helfer gingen gleich 150 ab. Sein eigener Anteil gliederte sich in Mesnerdienst mit 215 Gulden, Chordienst 74 Gulden und 431 Gulden für den eigentlichen Schuldienst. In die Werktagsschule gingen 48 Buben und 64 Mädchen. Die ganze Pfarrei zählte 1149 Seelen im Jahre 1823, 1869 schon 1391 Einwohner.

Im Jahr 1789 hat das Domkapitel Augsburg einen Schulhausneubau in Auftrag gegeben. Die Kirchenstiftung übernahm die halbe Baulast, in die anderen Hälfte teilten sich Kapitel und Gemeinde. Dem späteren Urteil nach wurde so für 2400 gulden eine prächtige Wohnung hingestellt, aber für die Schule ein recht unzweckmäßiger Raum. Wir dürfen damit wohl vom fünften Schulhaus in Zusamaltheim sprechen: Wir fangen mit dem Vorgänger von 1580 an und rechnen mit einem Notbau um 1660 und einem besseren Nachfolger um 1700. Was die Meister Bihlmeyer (Holzen) und Johann Georg Christa (Zusamaltheim) 1780 gebaut hatten, das gestaltete Maurermeister Greiner von Binswangen im Jahre 1854 auf Regierungsentschließung um. Er brachte es fertig, einen Auftrag von 1600 Gulden für nur 1300 auszuführen. Wie seltsam diese gute alte Zeit doch war!

Zusamaltheim hat heute eine neue Schule, ein „Amtshaus“ wie ehedem, nur schöner als das höchste Amt im Landkreis. Patenstelle halten die wohlverdienten und gottseligen Schulmeister unserer Väter und Vorfahren. Patrone bleiben immerdar St. Martin, der Kirchenheilige und Kinderfreund und St. Felizitas, die hl. Witwe mit ihren sieben Söhnen. (J.F.)

(Artikel zum Einweihung des neuen Schulhauses: Wertinger Zeitung, Nr. 247 vom 25. Oktober 1963)

Obst- und Gartenbauverein Sontheim

Filed under: Allgemein — Winkelbauer @ 10:23

 

Obst- und Gartenbauverein Sontheim 

Vorsitzende        

Regina Grob
Villenbacher Straße 6
86637 Sontheim
Telefon: 08296/1434

 

2. Vorsitzende: Martina Mairshofer
Kassierer: Martina Vihl
Schriftführer: Lissy Kratzer
Beisitzer: Annette Balletshofer, Gudrun 
Langenmaier, Margit Miller, Walter Miller

Ehrenvorsitzende: Leni Langenmaier

 

 

 


Der Zusamaltheimer Achtertanz

Filed under: Allgemein — Winkelbauer @ 14:34

Bis 1958 wurde der Zusamaltheimer Achter bei öffentlichen Tanzveranstaltungen, z.B. im Fasching oder bei den Mai- und Kirchweihfesten getanzt. Seine Entstehungsgeschichte liegt leider im Dunkeln, aber sein Titel weist ihn als echten "Aldamer" aus. In der Veröffentlichung des Bezirks Schwaben, durch die Autoren Dagmar Held und Uwe Rachruth heißt es: 

"Durch die Vermittlung von Konrad Bihler aus Zusamaltheim ist es gelungen den Achtertanz wieder aufzuzeichnen. Im Archiv des örtlichen Musikvereins fanden sich die Noten zum Achtertanz. Vorgezeigt wurde der Achter von Thekla Deisenhofer (*1916), Creszenz Wagner (*1914) und Theresa Weinmiller (*1915) am 19. März 1996. Nach ihren Angaben wurde der Achter noch bis 1958 auf den öffentlichen Tanzveranstaltungen getanzt. Herzlichen Dank sei gesagt an Georg Miller, Stefan und Monika Hegele, Martin Leopold und Dorothea Mayr für die tatkräftige und sachkundige Unterstützung bei der Aufzeichnung. Und natürlich beim örtlichen Theaterverein und Männerdreigesang für ihr Interesse diesen Tanz wieder aufleben zu lassen". (Quelle: Beratungsstelle Volksmusik des Bezirks Schwaben)

Mit einem Klick hier geht es direkt zur PDF-Anleitung des Tanzes, und wenn Sie hier klicken, finden Sie die Noten. . 

 

Unter dem Titel "Komplimente!" erschien ein interessanter, lesenswerter Bericht über die Großtanzformen. Der Zusamaltheimer Achter wird dort auch erwähnt. 

https://www.bezirk-schwaben.de/volksmusik/fileadmin/dokumente/Taenze/Komplimente.pdf

Eine alte, vergessene Wallfahrt in Marzelstetten

Filed under: Allgemein — Winkelbauer @ 10:24

 

Der Weiler Marzelstetten war schon im Jahre 1350 eine Pfarrei. Zu den Anfängen der "Wallfahrt zu den heiligen drei Marzeller" gibt es keine fundierten Angaben. Kranke Kleinkinder von 6-12 Wochen wurden mitgebracht und um ihre Genesung gebetet.

Im Jahre 1405 ist erstmals der Name Marzeller erwähnt. Zu einer Wallfahrt ist nichts vermerkt. 1495 kaufte das Kloster Heilig Kreuz aus Augsburg in Marzellstetten einen Hof Nr. 4 (Mußbauer) mit den dazugehörigen Gütern. Das Kloster ließ daraufhin eine Kapelle erbauen. Diese Kapelle wurde am 4.9.1569 eingeweiht. Aus dieser Zeit stammen auch die jetzigen Figuren der drei Marzeller, zu denen sich die Wallfahrt entwickelte. 1753 wurde wegen Baufälligkeit eine neue Kapelle errichtet. Im Rahmen der Säkularisation 1811 wurde die Kapelle abgebrochen und die Figuren nach Wertingen verlagert. 1820 konnte man eine Genehmigung für eine offene Feldkapelle erreichen. 1846/47 wurde aus einer Stiftung des Bauern Michael Rauch die Kapelle neu erbaut, 1851 ein Turm angefügt und ein Altar errichtet. 1859 konnten nach Zustimmung des Landgerichts Wertingen die Figuren der drei Marzeller wieder in der Kapelle aufgestellt werden. Kirchlich gehörte Marzelstetten zur Pfarrei Zusamaltheim. Im Jahre 1343 hatte der Weiler nur den Namen "Stetten". Um 1400 wurde der Patronsname der Kapelle hinzugefügt und somit entstand der Ortsname Marzelstetten. Im Jahre 1320 ist auch ein Kleinadel, "Hans von Steten" erwähnt. Im 14 Jahrhundert kauften die Augsburger Klöster Heiliges Kreuz und Sankt Catharina Güter in Marzelstetten. 1353 erwarb das Sank Katharina Klöster auch den Kirchensatz der Kapelle zu Stetten.

Östlich der Kapelle steht das Anwesen mit dem Namen Mußbauer, das im Besitz des Klosters Heiligkreuz war. Dieser Name entstammte aus der Aufgabe des Hofbesitzers, die zu den Heiligen Marzellern mitgebrachten kranken Kinder ein "Müßle" zu kochen. Er musste auch die Wallfahrer, die teilweise aus dem Pfalzneuburgischen oder aus der Ulmer Gegend kamen, eine Nacht beherbergen. Dafür erließ man ihm die Zehntensteuer. Der Name "Mußbauer" ist seit 1672 nachgewiesen. Am 10. August 1672 schrieb der Zusamaltheimer Vogt über die Wallfahrt zum Heiligen Marzello in Marzelstetten, dass sie immer mehr zu nehme und auch schon vor dem Dreißigjährigen Krieg bestand.

Im Chorraum der Kapelle sind in der Altarnische die Gnadenbildfiguren der drei Marzeller aufgestellt. Früher waren diese Holzfiguren nur Bruchstücke. Sie wurden später zu vollständigen Figuren umgearbeitet. Die linke Figur, der Hl. Marzellinus, wird im Volksmund der "GROTER" genannt und bedeutet, dass er in guter Gesundheit steht. Die rechte Figur, der Hl. Marzellinus und Petrus, wird als der "UNGROTER" oder "BLEIBER" bezeichnet und bedeutet ein kränkliches Dahinsiechen, jedoch nicht sterben. Die mittlere Figur, der Hl. Marzellus, wird als der "STERBER" bezeichnet. Die Wallfahrer zündeten immer drei gleichgroße Kerzen an, für jeden Heiligen eine. Sie beteten so lange, bis eine der Kerzen erlosch. Das Kerzenorakel bedeutete dann das Schicksal des kranken Kindes.

1950 nahm die Zahl der Wallfahrer ständig ab. Nach Aussage von Georg Rauch "MUßBAUER", der wie seine Vorfahren den Messnerdienst verrichtet, sind zwischendurch immer noch Wallfahrer in der Kapelle im Gebet anzutreffen. Dem Brauch des Müßlekochens wird nicht mehr nachgegangen. 1980 wurde die letzte Renovierung durchgeführt. Auch heute noch wird alle 6 Wochen Gottesdienst in der Kapelle gefeiert.

Konrad Bihler

Quellenangabe: Elisabeth Holand Hausarbeit zur 1. Staatsprüfung Lehramt an Grundschulen

Aus dem Pfarrbrief der Pfarreiengemeinschaft Zusamaltheim zu Weihnachten 2013

Korbinian Khamm

Filed under: Allgemein — Winkelbauer @ 18:00

 

Korbinian Khamm

Der Kirchenmann und Historiker Korbinian Khamm wird am 25. Januar 1645 in Zusamaltheim geboren.  Als 17jähriger tritt er in das Stift St. Ulrich und Afra als Benediktinermönch ein und legt 1663 die ewigen Gelübde – die Profess – ab. 1669 wurde er zum Priester geweiht. Er unterrichtete in seinem damaligen Kloster, von 1679 bis 1682 dann im Kloster Roggenburg und später in Kempten Theologie und Philosophie.

Khamm war 1688 Pfarrer in Günzburg, bevor er als Subprior nach St. Ulrich und Afra zurückkehrte. Sein bekanntestes Werk ist die „Hierarchia Augustana chronologica tripartita in partem cathedralem, colleegialem et regularem“,  deren fünf Quartbände in den Jahren 1709, 1712, 1714, 1717 und 1719 erschienen sind und von denen der erste die Reihenfolge und Geschichte der Bischöfe, Weihbischöfe, Pröpste und der übrigen Würdenträger der Augsburger Kathedrale, der zweite die Geschichte der Pröpste und Dekane der Kollegiatkirchen und der fünfte die Reihenfolge der Äbte oder Pröpste der verschiedenen Klöster derselben Diözese enthält. Der dritte Band bietet Nachträge zum ersten und der vierte eine Einleitung in den letzten Band. Der vierte Band, unter anderem auch von den Verhältnissen der Augustiner-Chorherren zum Benediktinerorden handelte, wurde in Rom auf den Index gesetzt und vom Augustiner Augustin Erath in einer eigenen Schrift angegriffen, gegen die sich Khamm in einer „Defensio censoria“ (1721) verteidigte. 

Ungeachtet seiner angestrengten Tätigkeit erreichte er das hohe Alter von 85 Jahren und starb am 8. März 1730. 

 

Förderverein der VS Zusamaltheim

Filed under: Allgemein — Winkelbauer @ 17:18

 

1. Vorsitzender: Richard Almer

2. Vorsitzende: Margot Belli

Schriftführerin: Christiane Grandé

Kassiererin: Patrizia Baumeister

 

Ansprechpartner Sommerferienprogramm: Jana Nisseler, Sonja Balletshofer und Stefanie Herzog

Leo Bunk

Filed under: Allgemein — Winkelbauer @ 09:11

Leo Bunk ist ein Mitte der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts erfolgreicher Fußballspieler.

Geboren wurde er am 23. Oktober 1962 in Zusamaltheim. Über die Nachwuchsmannschaften des FC Augsburg und des TSV 1860 München gelangte er zum damaligen Zweitligisten Blau Weiß 90 Berlin, wo er von 1983 – 1986 als Stürmer spielte.

Die mit Abstand erfolgreichste Saison spielte er 1985/86, als er mit 23 Toren in 26 Spielen Torschützenkönig der zweiten Bundesliga war. Auch ihm verdankt der Verein den Aufstieg in die 1. Bundesliga.  Später spielte er mit  VfB Stuttgart in der 1. Liga.

Johann Deisenhofer

Filed under: Allgemein — Winkelbauer @ 09:11

Der Zusamaltheimer Ehrenbürger Professor Doktor Johann Deisenhofer wurde am 30. September 1943 in Zusamaltheim als erstes Kind von Thekla und Johann Deisenhofer geboren, später folgte das einzige Geschwister: Antonie. Eigentlich von den Eltern wie üblich als Nachfolger auf dem Hof eingeplant erkannte man bald, dass das Interesse des Jungen sich eher auf anderen Dingen zuwandte. 1949 wurde er in Zusamaltheim eingeschult,

1956 wechselte er an die „Knabenmittelschule Hl. Kreuz in Donauwörth, 1957 an die heutige Anton-Rauch-Realschule. Von 1959 bis 1963 besuchte er das Holbein Gymnasium in Augsburg, wo er auch Abitur machte. Vom „Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus“ erhielt Deisenhofer ein Stipendium für besondere Begabung. Nach seiner Bundeswehrzeit begann er sein Physikstudium an der Technischen Universität in München, erkannte aber während des Studiums, dass er etwas anderes erwartet hatte. Zudem stieg sein Interesse an der Festkörperphysik.

1971 erfolgte die erste Veröffentlichung eines Artikels in der Zeitschrift Physical Review Letters. Im selben Jahr begann Deisenhofer seine Dissertation am Max-Planck-Institut für Biochemie bei Robert Huber.

1974: Ende Dissertation

1974: Post-Doktorandenstelle bei Robert Huber, 1976 Umwandlung in Festanstellung

1982: Anschluss an eine neue Arbeitsgruppe (Kristallisation des Photosynthese-Reaktionszentrums von Rhodopseudomonas viridis) Erfolgreicher Abschluss 1987.

1986: Auszeichnung mit dem Biological Physics Prize der American Physical Society

1988: Auszeichnung mit dem Otto-Bayer-Preis

1988: Berufung als Professor für Biochemie der Universität von Texas in Dallas, USA.

1988 erhielt er gemeinsam mit Robert Huber und Hartmut Michel den Nobelpreis für Chemie für die röntgenstrukturanalytische Aufklärung der dreidimensionalen Struktur des photosynthetischen Reaktionszentrums von Purpurbakterien (Rhodopseudomonas viridis).

 

Seit 2001 ist Deisenhofer amerikanischer Staatsbürger.

(Lebenslauf gekürzt)

Quellen: Biography Nobel Foundation 1988; Leibnitz-Kolleg Potsdam

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